Über mich

Walter Papai

Ich gebe keine Ratschläge aus der Theorie. Was ich begleite habe ich in ähnlicher Weise selbst erfahren.

Walter Papai

Meine Geschichte

Ein Leben das mich gelehrt hat was wirklich zählt

Ich bin im Kommunismus aufgewachsen – als Teil einer deutschen Minderheit in Rumänien. Gewalt war allgegenwärtig – in der Schule, im Ort. Das gehörte einfach dazu. Ich habe früh gelernt zu funktionieren. Weiterzugehen.

Deutschland war für uns kein Traum – es war das Ziel. Die Heimat die wir nie hatten.

Mit zwölf Jahren flohen meine Eltern. Ich blieb zurück – bei meinen Großeltern, neun Monate lang. Zwei davon wusste ich nicht, ob sie noch leben. Gleichzeitig freute ich mich. Auf Deutschland. Auf das was danach kommt. Beides gleichzeitig – das kannte ich schon.

Ich habe früh erlebt wie beides gleichzeitig existieren kann – Chaos und trotzdem nicht untergehen.

Dann kam Frankfurt. Das Wiedersehen mit meinen Eltern. Ein Neuanfang in einer Welt die wir immer wollten.

In Deutschland war nicht alles einfach. Fremdheit, leichtes Mobbing – das Gefühl nicht ganz dazuzugehören. Ich habe mich trotzdem bewegt. Nicht gejammert. Gemacht.

Als Jugendlicher geriet ich in die Technoszene der 90er. Ich feierte, konsumierte Drogen, lebte intensiv. Gleichzeitig arbeitete ich neben der Schule – Zeitungen, Pakete, Bau – weil ich dazugehören wollte und bereit war etwas dafür zu tun.

Parallel zog sich ein anderes Thema durch mein Leben: Glücksspiel. Was als Kind in Rumänien begann – an Automaten die mich mit einer Intensität anzogen die ich nicht erklären konnte – wurde später zu einem echten Problem. Ich spielte. Ich verlor. Ich versuchte es zu verbergen. Ich handelte in dieser Zeit gegen meine eigenen Werte, um an Geld zu kommen. Ich habe Menschen enttäuscht die mir wichtig waren.

2009 ging ich für 16 Wochen in eine Suchtklinik. Ich hörte dort auch mit dem Rauchen auf. Und trotzdem – gegen Ende der Klinik spielte ich wieder. So funktioniert Sucht. Sie wartet. Sie ist geduldig. Sie findet Lücken.

2014 flog alles auf. Es kam zu beruflichen und rechtlichen Konsequenzen. Ich stand vor dem Nichts.

Was mich gehalten hat war nicht Stärke. Es war jemand der blieb. Meine Frau stand durch alles an meiner Seite – durch Rückfälle, durch die schlimmsten Momente, durch das was danach kam. Das ist das Wertvollste was ich habe.

Und genau da begann das eigentliche Leben.

Ich machte mich selbstständig. Ich beendete meine Ausbildung zum Focusing-Therapeuten. Ich hörte auf zu spielen – endgültig. Seit 2014 keine Drogen, kein Glücksspiel. Ich meditiere, arbeite an mir, baue auf.

Heute lebe ich mit knapp 50 den besten Teil meines Lebens. Ich gebe nichts davon her.

Beruflicher Werdegang

Vom Kaufmann zum Coach –
kein gerader Weg

Der Anfang

Ausbildung Kaufmann Büromanagement

Mein erster Abschluss. Struktur und Verlässlichkeit – Grundlagen die mir bis heute dienen.

Weiterentwicklung

Ausbildung Industriemechaniker & Maschinenbautechniker

Technisches Denken, Problemlösung, Präzision. Berufsbegleitend neben Vollzeitjob – mit sehr gutem Abschluss.

Führung

Projektleiter im Sonderanlagenbau

Menschen führen, Prozesse steuern, Verantwortung tragen. Hier merkte ich: Das Menschliche ist das Entscheidende.

Neuausrichtung

Focusing-Therapeut (DFI) & Rauchfrei-Trainer (IFT)

Der konsequenteste Schritt meines Lebens. Erfahrung, Geschichte und Ausbildung zusammengeführt – in die Selbstständigkeit.

Heute

Soul Sessions – Coaching & Begleitung

ImpulsCafé, MindCircle, Rauchfrei Box. Vorträge in Betrieben, Einzelbegleitung, Gruppenarbeit. Alles unter einem Dach.

Qualifikationen

Ausbildung & Zertifikate

Kontakt

Lass uns sprechen

Kein Commitment, kein Druck. Ein kurzes Gespräch kostet nichts – und manchmal ist das der erste richtige Schritt.

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